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Nebelverhangen und feucht, so begann und endete der nächste Tag in Floyd. |
Auch der zweite Tag
in Virginia war ein voller Erfolg. Morgens starten wir zu einem
zweiten Standort und fanden eine Gruppe der seltenen Variante der
Becherpflanze, wie im Herbarbeleg beschrieben direkt neben einer
Brücke. Etwas erstaunt, da es sicherlich der einfachste unserer
Funde war, machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Campingplatz
in Floyd. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, deutlich länger zu
brauchen diese seltenen Pflanzen zu finden. So beschlossen wir uns
schon zwei Tage früher, also am nächsten Morgen, Richtung South
Carolina aufzumachen. Auf unserer
Rückfahrt zum Campingplatz hielten wir noch an einen der Farmerläden
und kauften köstliche Tomaten und Äpfel ein. Wir beobachtete
fasziniert wie der Senior der Farm die feldfrischen Paprikas aus
einem Eimer seines Pickups nahm, kurz säuberte und sie dann zur
Auslage brachte. Frischer geht es nicht.
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Die Pickups der Amerikaner eignen sich für so manche Tätigkeit. Hier werden feldfrische Paprika sortiert. |
Am nächsten Morgen
drehten wir mit David noch ein kurzes Video über unseren Erfolg für
seine Facebookseite und dann ging es los. Es ging gefühlte
Ewigkeiten bergab. Nach und nach ließen wir das mittlerweile
wolkenverhangene Floyd hinter uns.
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Ein Abschiedsfoto: Christian und David, der Eigentümer des Zeltplatzes - der Chantilly Farm. |
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Kreppmyrten zierten nahezu jede Straße in Raleigh. |
Die Landschaft änderte sich zusehends. Trotz der relativ kurzen
Fahrt von nur knapp 4 Stunden änderte sich so einiges. Raleigh ist
im Gegensatz zu Floyd eine Hauptstadt und zwar von North Carolina.
Sie erstreckt sich nicht nur über die gleiche Fläche wie das ganze
Floyd County, auch die Botanik verströmte jetzt ein völlig anderes
exotisches Flair. Die Straßen sind gesäumt von Kreppmyrten
(Lagerstroemia). In einen Gemeinschaftsgarten sahen wir
Passionsblumen (Passiflora) blühen und fruchten. Wir versuchten es
noch einmal mit einer Bäckerei und fanden das beste Brot seit
Wochen, ein französisches Baguette. Glücklich und zufrieden
beendeten wir den Tag mit einem Abendessen, dass aus den frischen
Tomaten des Farmerladens und dem guten Brot der Bäckerei bestand.
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Raleigh besitzt den Flair einer amerikanischen Südstaatenstadt. |
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Eine blühende Passiflora in einem äußeren Bezirk von Raleigh in der Nähe der Bäckerei. |
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Die Früchte der Passionsblume sind botanisch gesehen Beeren, die Passionsblume kommt im Süden der USA recht häufig vor. |
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Festes, frisch gebackenes Brot mit einer knackigen Kruste ist eine Seltenheit in Amerika. In dieser französischen Bäckerei in Raleigh konnten wir welches finden. |
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