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Das Klima in Raleigh erlaubt die Kultur von verschiedenen tropischen Gewächsen. |
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Eines der Mutterpflanzenbeete des "privaten botanischen Gartens". |
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Ein Feigenkaktus zusammen mit Salbei. |
Unser Plan war es in
Raleigh eine der berühmtesten Gärtnereien der USA zu besuchen. Ihr
Besitzer Tony unternimmt selbst des öfteren Exkursionen um neue
Pflanzen für die Gartenkultur zu finden. Zusätzlich ist er mit
vielen Botanikern und ambitionierten Hobbygärtnern in den USA
bestens vernetzt. Wir erreichten am ersten Morgen in Raleigh das
riesige Gelände. Wir hatten zuvor angerufen und unseren Besuch
angekündigt. Natürlich bekamen wir eine Führung durch den riesigen
Schaugarten. Die Gärtnerei beherbergt 24.000 Arten, Hybriden und
Auslesen von verschiedenen Pflanzen. Wir waren schwer beeindruckt von
diesem Artenreichtum, eine schier gewaltige Menge an sehenswerten
Pflanzen. Wir konnten auch einige Tiere zum ersten Mal beobachten.
Bei unserem Gang durch die Gärtnerei beobachteten wir einen
Rotkehlanolis (Anolis carolinensis), wie es zwischen den
dürren Ästen eines Salbeis umher kletterte um einen Stein zu
erreichen. Auch bewunderten wir mehrere, aufgrund ihrer Größe,
tropisch anmutende Falter, den Östlichen Tigerschwalbenschwanz
(Papilio glaucus). Übrigens der offizielle
Staatsschmetterling des Bundesstaats North Carolina.
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Der Tigerschwalbenschwanz ist beeindruckend, er war der erste amerikanische Schmetterling, der europäischen Wissenschaftlern bekannt war. |
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Musa velutina, die pinke Banane. Diese Bananenart ist leider nicht genießbar. |
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Anolis carolinensis besitzen verschiedene Farbmorphen, hier eine braune Variante.
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Und es glab
Pflanzen, hunderte, nein tausende von Pflanzen. Allein zwei Tunnel
voll mit den unterschiedlichsten Agaven. Natürlich besaß Tony auch
Silphium in seinem „privaten botanischen Garten“. Er und
seine Mitarbeiter zeigten uns alle Mutterpflanzen der
Silphium-Sammlung. Viele Arten sahen wir zum ersten Mal live und
lebendig. Nach dem wir von unserem Vorhaben berichtet hatten, waren
zwei Mitarbeiter damit beschäftigt, Kontakte zu Botanikern in
Missouri für uns fest zu machen, Samen einzusammeln und uns eine
Liste der Fundstellen zu geben. Aber auch verschiedene Varianten der
Becherpflanzen sind in seiner unglaublichen Sammlung zu finden. Es
wurde uns eine Variante gezeigt, welche trotz optimaler Düngung und
Wasserversorgung nur kniehoch wird. Eine weitere Pflanze wird dagegen
drei bis vier Meter hoch. Sie wurde in Arkansas gefunden. Wie freuten
uns sehr, dass wir nun auch wussten wo.
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Agaven und andere Sukkulente. Der Agaven-Tunnel der Plant Delight Nursery. |
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Neben den zahlrreichen Pflanzentunneln gab es zur Erfrischung einen Getränkeautomaten. |
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Die Becherpflanze aus Arkansas ist um einiges höher als Lukas. |
Außerdem wusste
Zac, einer der Mitarbeiter, von einem Wildvorkommen von Silphium
compositum zu berichten. Diese Art befindet sich unseres Wissen
in Europa gar nicht in Kultur. Um dem Abhilfe zu schaffen und da die
Fundstelle nahezu um die Ecke lag, wollten wir nach unseren Besuch
dorthin. Nachdem wir alle unsere Samen eingepackt hatten und uns
herzlich bedankt hatten machten wir uns auf den Weg zu diesem
besonderen Silphium - Wir fanden es.
Am Abend genossen
wir zum ersten mal die Südstaatenküche. Es gab auch hier viel zu
entdecken: traumhaftes Pulled Pork und allerlei Frittiertes gepaart
mit aufregenden Barbecue-Soßen. Wir freuten uns auf unsere Zeit in
den Südstaaten.
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